“Kritisierst du mein Stück Technik, kritisierst du damit mich”, schreibt das IT-News-Portal Golem. Dies ist ein Effekt, den jeder sicher schon mal beobachten konnte. Vielleicht sogar an sich selbst: Jeder findet, “mein Haus”, “mein Auto”, mein Pferd” am besten. Und natürlich auch “mein iPhone”.
Diese “Self-Brand-Connections” werden durch einen psychologischen Effekt verstärkt, der uns nach einer Entscheidung Argumente gegen die Entscheidung deutlich weniger wichtig einstufen lässt, als noch kurz vorher.
Golem zitiert damit aus einer Studie “The effects of self-brand connections on responses to brand failure: A new look at the consumer–brand relationship“.
Ganz kurz zusammengefasst:
- Unternehmens-Identitäten können ein hohes Maß an kultureller Integrationskraft haben
- Unternehmen dürfen es nicht übertreiben, ansonsten stoßen sie ihre treuen “Jünger” ab…
Spannend ist dies natürlich insbesondere im Kontext von Realzeit-Netzwerken wie Twitter und Facebook aber auch Bewertungsportale, Foren, Blogs usw. Dort können Unternehmen diesen Debatten live zusehen, einschätzen, wohin sich welche Gruppe argumentativ und emotional bewegt. Was natürlich ebenfalls die Möglichkeit zu präzise abgepassten Reaktion ermöglicht.
Im Unternehmen ist dazu notwendig:
- Qualitatives und quantitatives Social Media Monitoring
- Eingeführte Social Media Governance
- Etablierte Social Media Guidelines
- Akzeptierte Social Media Praxis
- Identifikation der Mitarbeiter mit der Unternehmens-Identität und den Unternehmens-Marken
- Empowerment der Mitarbeiter, Teil des Kommunikationsprozesses zu sein
- Reintegration der Ereignisse in den Corporate-Publishing-Prozess