K-Camps: Die smarteste Afterwork-Party des Jahres…
Technologie, Gesellschaft, Kunst, Unternehmen. Zwischen diesen Begriffen oszilliert die Veranstaltungsreihe, die ich mit der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen veranstalte: die K-Camps. Anlässlich der Alexander Calder Ausstellung beschäftigen wir uns mit den Themen der Zeit und haben inspirierende Sprecher eingeladen. Doch ebenfalls entsprechend der Zeit kann sich jeder beteiligen: Seine Sicht anfügen, Beispiele bringen oder Widerspruch üben.
Das erste K-Camp findest im K20 / Grabbeplatz / Düsseldorf statt: Am 23.05. ab 18:30 Uhr. Der Eintritt ist natürlich frei.
Weitere Informationen:
- k-camp.de
- kunstsammlung.de/calder
- auf XING
- auf Facebook
Co-X: Neues Portal zum Thema “Social Enterprise”
Mit Co-X haben wir, die richtwert GmbH, dem Themenkomplex “Social Enterprise” ein eigenes zu Hause gegeben. Dieses Thema wird immer interessanter, drängender und bedeutender. So war dieser Schritt naheliegend.
Sie finden dort:
- Eine Übersichtsseite “Social Enterprise“
- Die Social Enterprise Potentialanalyse
- Informationen zu unserer “Dunbar Strategy“
- ein Blog
- und viel mehr…
Zur Relevanz der Relevanz
Ausgehend von einer aktuellen Studie von Microsoft Research und der Carnegie Mellon University gab es einen kleinen Diskurs auf Facebook, der mich zu der Frage der Relevanz der Relevanz führte, den ich hier kurz verdichten möchte.
1. Relevanz ist ein Bezugssystem
Zahlreiche Tools, wie etwa Klout, versprechen dem Ego seinen Wert in der Gesellschaft zu messen. Dem Ego von Personen genauso wie dem von Unternehmen oder Marken. Ohne die interessanten Seiten von Klout zu minimieren, bleibt doch zu erwähnen, dass Relevanz ein mehrdimensionales Bezugssystem ist. Der Versuch der Komplexitätsreduktion dieses Systems ist statthaft, kann aber für Personen zu einer Fehldeutung ihrer selbst und für Unternehmen zu einem erheblichen wirtschaftlichen Risiko werden.
Da eine allgemeine formale Taxonomie für Relevanz nur im konkreten Bezugssystem und Kulturkontext einer Person oder eines Unternehmens ohne sehr große begriffliche Ungenauigkeit zu definieren ist, zeige ich hier nur die Hürde. Springen muss dann jeder Aufmerksamkeitsathlet selbst.
Die Frage sollte nicht lauten: “Wie relevant bin ich?”, sondern:
Wie relevant sind meine Kommunikationsakte im Kontext welchen Themas, welcher Situation, welchen Netzwerks, welchen Zwecks […] für jemanden – und wie relevant ist dies wiederum für mich (… im Kontext von den Netzwerken deren Teil ich bin und den Netzwerken, deren Teil ich nicht bin… usw. usf.)
2. Anschlussfähigkeit vs. Relevanz
Nachhaltiger Wertschöpfung steht die umgangssprachliche Verwendung des Begriffs Relevanz daher manchmal ob ihrer Unterkomplexität eher im Wege. Eine gute Übungsaufgabe ist es daher, eher über die Anschlussfähigkeit der eigenen Kommunikationsakte im Rahmen der (direkt oder indirekt) erreichbaren Bezugsgruppen nachzudenken.
3. Warum Klout trotzdem wichtig ist
Klout ist trotzdem wichtig. Nicht weil es eine tiefere Wahrheit über jemanden offenbaren könnte; sondern weil es ein Konzept für die digitale Welt enthält. Wenn alle Kommunikationsakte zunehmend digital werden, wenn alle Informationen der Welt zu digitalen Daten und damit zu potentiellem Wissen von jemanden werden (ob Mensch oder Maschine), dann wird derjenige, der dieses Wissen geschickter nutzt, einen exorbitanten Wettbewerbgsvorteil haben.
Vor diesem Hintergrund ist Klout eine gute Fingerübung für den Umgang mit der Bewertung, Einordnung und Beschreibung von Kommunikationsprozessen und ein erster Versuch, automatisch Ableitungen 1. und 2. Grades zu bilden.
Schließlich sei auch noch auf den Blogpost (Vorsicht: Rant) der letzten Woche verweisen: Über die Ökumene der Aufmerksamkeitsverlierer.
Update:
Auch die Verlinkung dieses Artikels hier auf Facebook führte zu einem lesenswerten Diskurs.
Über die Ökumene der Aufmerksamkeitsverlierer
Solche Texte jagen durch’s Land und hinter einer scheinbaren intellektuellen Argumentation, die sich zur Glaubwürdigkeitsgewinnung wissenschaftlicher Attitüden bedient, ist eine Ungenauigkeit verborgen, die alle möglichen Qualitätsformen von Argumenten mit Hilfe journalistischer Formulierungsakrobatik vermischt und ihnen eine politische Narrenkappe aufsetzt.
Warum (neuro)biologische Aufmerksamkeit ohne Kommentar mit sozialer vermischen? Warum Aufmerksamkeit sagen und Einfluss implizieren? Warum wird oft ohne Reflexion, vielmehr reflexhaft die bürgerliche Schule als das Normal von Bildung referenziert? Warum wird Groupiness als Risiko präsentiert, ohne auf dessen Metaebene – die Digitalisierung der Gesellschaft und ihrer Gesten – zu abstrahieren und folglich das Symptom anstelle des Problems zu diskutieren? Warum immer die Kulturform des zuletzt gelebten Ist-Zustand als gesund verstehen und die Geschichtsbewusstsein simulierende aber tatsächliche Historizität missende Recherche abbrechen lassen, sobald eine warmwohlige Kongruenz mit der Quelle gefühlt wurde? Warum wird techno-kulturelle Beschleunigung dauernd mit der Hektik des Alltags verwechselt? Warum wird vermutet, dass die, die die Beschleunigung zu leben suchen, keine Kontemplation erleben könnten? Warum wird Geno- und Phänotyp so oft vermischt?
Vielleicht wird ein Schuh draus, wenn man alle Warums durch Wozus ersetzt.
Return on Invest in der internen Kommunikation
Im Nachbarblog “Ask the Management” habe ich zu Thema “interne Kommunikation” und deren mögliche positive Effekte auf Umsatz und Gewinn geschrieben: Return On Invest.
Whistleblowing
Nebenan im AtM-Blog habe ich mich mit dem Thema “Whistleblowing” befasst. Ein Thema, dass hierzulande (noch) recht wenig diskutiert wurde. Doch Wikileaks, OpenLeaks und weitere Plattformen haben aufgezeigt, wieviel Macht in der Idee steckt. Und das Netz verlängert die Reichweite aller publikumswirksamen Aktionen ins Unendliche.
Bedeutung für Unternehmen
Unternehmen sollten sich dem Thema öffnen, bevor das Kind eines Tages in den Brunnen gefallen ist. Der Code of Conduct sollte Fälle mitdenken, bei denen Mitarbeiter aus verschiedensten Motivationen sich genötigt fühlen, die Öffentlichkeit zu suchen. Und Unternehmen sollten über ein Frühwarnsystem verfügen, dass hilft, das eigentliche Problem rechtzeitig zu lösen. Damit später nicht mit seinen Folgen gekämpft werden muss.
Zu diesem Frühwarnsystem gehört eine echte und authentische interne Kommunikation. Wird diese nicht nur als “Intranet” als technisches Werkzeug, sondern als unverzichtbarer Wert der Firmenkultur verstanden, so ist sie aus Sicht des Unternehmens ein Garant für die Integrität und Produktivität des Unternehmens. Auch in Worst-Case-Szenarien.
Interne Kommunikation als roter Faden im Unternehmen
Nebenan, im Blog der richtwert GmbH habe ich zum Thema der internen Kommunikation geschrieben. Auch hier gab es schon immer wieder Artikel zu dem Thema. Besonders eins ist mir aber wichtig: Gute Interne Kommunikation ist kein “Kostenfaktor” im Unternehmen. Wenn sie richtig gemacht ist, ist sie vielmehr ein kritischer Erfolgsfaktor, ein Treiber von Produktivität und ein Garant für eine positive Unternehmenskultur.
Die Artikel hier im Blog zum Thema waren:
- Unternehmenskultur senkt das Wirtschaftskriminalitätsrisiko
- Schlechte interne Kommunikation gefährdet IT-Sicherheit
- Arbeitsmovitation
- Recruiting & Onboarding
… und nicht zu vergessen, dass wir einen eigenen Blog zum Thema haben: Den Ask the Management – Blog.
richtwert’s back in town
Meine Firma, die richtwert – Gesellschaft für Kommunikationskultur mbH hat wieder eine eigene Website. Längere Zeit haben wir hauptsächlich oder vollständig “nur” eine Facebook-Seite betrieben.
Einfluss: Bots
Dies ist der vierte Teil meiner Serie zum Thema “Einfluss”. Der erste Teil befasste sich mit der Selbstwirksamkeit von Personen, der zweite mit der Netzwirksamkeit und einem kleinen Ausblick auf die Entwicklung von Netzwerken. Der dritte Teil befasste sich schließlich mit der Idee, das Netzwerke Medien für Ideen sind und heute folgt der vierte Teil: Die Wirksamkeit der Algorithmen.
Die Rolle des Mittelsmannes
Amazon plant eigene Bücher zu verlegen. So schreibt es zum Beispiel Golem: “Amazon wird zum Verlag“. Mir bekannte Autoren begrüßen diesen Schritt und halten ihn für längst überfällig. Nicht unbedingt weil sie in Amazon den besseren Verlag oder den faireren Geschäftspartner sehen. Vielmehr mögen sie den Gedanken, dass die Klasse der klassischen Verlage Konkurrenz bekommt und in einen systemischen Wettbewerb treten muss.

