Vor einigen Wochen haben Daniel und Roland styleranking.de gelauncht, bisher bin ich noch nicht dazu gekommen, drüber zu schreiben. Jedenfalls ist es ein Düsseldorfer Start-Up und steckt voller Potential für nützliche Dienste, die hauptsächlich Mädels im Alltag sicher gut gebrauchen können.

Tamim hat sein Cobocards-Projekt online gestellt.
Cobocards beschreibt sich selbst mit:
“Mit Cobocards kannst du einfach und schnell Karteikarten erstellen, lernen und ausdrucken.
Noch besser wird es dann, wenn man das im Team macht. So kann man sich die Arbeit teilen, Verständnissprobleme schneller aufdecken und sich sogar mit Hilfe von Skype oder ähnlichen Programmen gegenseitig online abfragen.”
Manchmal entwickeln sich Märkte mit atemberaubender Geschwindigkeit. Was uns natürlich freut. Um aber Schwangerschaftsstreifen bei der Skalierung zu vermeiden suchen wir tatkräftige Unterstützung:
Wir suchen kompetente und teamkompatible Leute, die gestalterisch nicht völlig auf die Nase gefallen sind, eigenverantwortlich arbeiten können und Flex3, AIR, ActionScript3 und Flash mögen :-)
Wir bieten einige wirklich coole Projekte zum Beispiel in den Bereichen Wissensmanagement und Web-Video-Applikationen, ein tolles, kleines Team, internationale Kunden und eine gute Atmosphäre.
Bewerbungen und Fragen bitte an: Tim Bruysten: bruysten _at_ richtwert (punkt) eu.
Während auf der einen Seite eine Art konsolidierender Aufbruch, die Wogen der Webaufregungen glättet und zeigt, daß, nimmt man die User als Menschen und Kunden ernst, gutes Geld mit den Phänomenen der Masse zu verdienen ist und das an der Weisheit der Massen zumindest in einfachen Praxismodellen (z.B.: Öffentliches Wissen) durchaus etwas dran ist, findet untergründig eine weitere sehr viel leisere, aber vielleicht um so gewaltigere Technologierevolution statt.
Das primärtypische Merkmal des Web2.0 ist der Integrationsprozess in die lineare Technologiewahrnehmung. Die neuen technologischen Methoden, die das Web2.0 als das “benutzerfreundlichere” Web gestalten lassen und die neuen Konzepte, die die Integration des Webs in alle Lebensbereiche (siehe z.B.: Eine SMS steuert die Stadt, Ubiquitous Computing) zulassen, sind eben genau hiervon ein Ausdruck: Die Idee ist da, nun wird binnenkonsolidiert (Die nächsten 10 Webtrends).
Betrachtet man dies von Innen, so lassen sich die asozialisierenden Einflüsse, die mancherorts von Außen in dieses lineare Mißverständnis hineingepresst werden möchten schon begreifen; die Angst vor der Ersetzbarkeit durch kongruent erscheinende Muster in der “analogen” Welt und innerhalb des Webs in Verbindung mit der fortschreitenden Durchdringung der digitalen Vernetzungstechniken führen zu absonderlichen Kontrollwünschen wie der Vorratsdatenspeicherung (Ich hab doch nichts zu verbergen…). Es könnte ein Tiger sein, wir sollten es in einen Käfig stecken.
Sobald man jedoch das Metafeld betritt und über die Konvergenz von Technologien jenseits des omnipräsenten Internets reflektiert, braucht es starke Nerven und weitreichende Utopien, um mit der Vielzahl der Möglichkeiten noch umgehen zu können und vielleicht eine Chance zu haben, die Gestaltungshoheit zu behalten.
Wie kann eine Welt, in der die fortentwickelten Folgen von Nanotechnologie, synthetischer Biologie, Gentechnik, Kommunikationsvernetzung, Energietechnologien, Medizintechniken, Robotik und gar künstlicher Intelligenz konvergieren aussehen?
Langzeitvorfühler zeichnen schon seit langem ein eher düster geprägtes Bild, exemplarisch ist vielleicht H.G.Wells‘ “Wenn der Schläfer erwacht” zu nennen, das schon vor deutlich über hundert Jahren eine erstaunliche Technologie-Extrapolation darstellte. Roddenberrys utopisches Bild macht aber auch gleichzeitig deutlich, wie viel schwerer es ist, eine positive, eben nicht-dystopische Projektion zu entwickeln.
Die Ethik eines Designers im 21. Jahrhundert könnte nun darin bestehen, die realisierbaren Räume aus dem Reich der Utopien zu extrapolieren, im ersten Schritt verständlich zu kommunizieren und im zweiten auszugestalten, aber natürlich auch auf entdeckte Risiken (die realisierbaren Räume aus dem Reich der Dystopien) aufmerksam zu machen.
siehe auch:
- It’s God!
- Why Design (Philippe Starck)
- Gentechnik goes Web2.0
- Beschleunigung der Unschärfe
- The Sky is the limit
Der 5. Düsseldorfer Webmontag wird am 21.04.2008 stattfinden. Im barco, einer gemütlichen Caffee-Lounge ganz in der Nähe des Hauptbahnhofs. Nachdem der 4. Düsseldorfer Webmontag im Flughafen ein architektonisches Glanzlicht setze und die Form der Podiumsdiskussion erfolgreich einführte, folgt hier nun die bewußt nebulös gehaltene Ankündigung, daß es neben den spannenden Einzelpräsentationen, auch wieder etwas Besonderes gibt.
Wurde beim letzten Mal die auto-reflektive Frage nach der maximalen Vernetzung und deren Folgen gestellt, wird dieser Faden diesmal erneut aufgegriffen und sozusagen etwas beschleunigt. Mehr später :-D.
siehe auch:
- Technologische Wahrnehmungslücke?
- Der Countdown läuft…
- Peak Web
hobnox ist in die Closed Beta Sphäre eingetreten. Ein interessantes Projekt, irgendwo zwischen Web2.0 und dem, was konsolidierend darauf folgt. Was hobnox genau ist, beschreibt es am besten selbst:
“Hobnox is a next-generation online entertainment and rich media-publishing platform, uniting broadcast-quality web media with cutting edge community-enabling technology. With Hobnox, an international media corporation is born. We combine the best of current web entertainment with the newest technological possibilities of the internet to create fascinating opportunities for both artists and audiences.”
Zugegeben ein trivialer Gedanke, doch trotzdem scheinen seine Konsequenzen nicht allgemein geläufig zu sein: Soziale Systeme, Gesellschaften bilden mit Technologien synthetische Organismen mit einem hohen Grad an Emergenz und Abstraktion; die Herdplatte war aus der Utilisation des Feuers nicht direkt abzuleiten. Versucht man die Technologie wieder aus diesen Gesellschaften zu entfernen, so gleicht dies der Amputation eines wichtigen Organs in einem Organismus.
Doch der evolutionäre Vorteil der techno-sozialen Gesellschaft, mit Technologien und Methoden Symbiosen eingehen zu können, und so den Nachfolgenden schon einen vorgerückten Start zu ermöglichen, stellt sich bei der Selbstreflexion offensichtlich als erschwerende Sichtbehinderung in den Weg.

So entsteht eine Lücke zwischen der wahrgenommenen und der tatsächlichen Technologiedichte, wodurch sich ein etwaiger exponentieller Vektor dem endogenen oder intrasystemischen Betrachter verschließt.
Hinzukommend erschwert eine angenommene psychologische Komponente des durchschnittlichen Betrachters, mit sich selbst zufrieden zu sein und von daher sich selbst eher als Ziel denn als Kettenglied der Evolution einzustufen, eine unvoreingenommene und objektive Betrachtung.
So entsteht ein Problem und eine soziale, ja politische Aufgabe für Designer, hier mittels ihrer Methoden die Transparenz zu erhöhen und den Fortschritt, sowie dessen Extrapolation auf die Zukunft sichtbarer zu machen.
Ein witziges, gut gemachtes Video; doch bleibt einem schnell das Lachen im Halse stecken, gedenk der Möglichkeiten, die Google tatsächlich hätte… Die Frage nach der Macht, die Information verleiht wird im 21. Jahrhundert zu völlig neuen Dimensionen gelangen. Noch nie waren die Auswirkungen so spürbar, so nah, so konkret und so gefährlich.
Es ist eine wunderbare Medialisierung für das unscharfe und fast unmerkliche Unbehagen, welches ich unter dem Begriff “Peak Web” angefangen habe zu reflektieren.
Auf dem Webmontag morgen (28.01.2008) in Düsseldorf werden wir uns dem Thema widmen und nach den Grenzen der sorgenfreien Vernetzung fragen.
Vor gut einem Jahr habe ich zum ersten Mal darüber geschrieben und meinen Bedarf angemeldet. Nun hat mich Wilko auf dieses Video aufmerksam gemacht:
Weitere Informationen zu dieser Technologie im Web:
- Texas Instruments: Pico-Projektor fürs Handy (ChannelPartner)
- Show - Pico-Projektor in der Größe eines PDA (Golem)

In drei Wochen (Montag, 28. Januar 2008) erwartet uns der nächste Düsseldorfer Webmontag, der vierte. Diesmal ein besonderes Event, im Düsseldorfer Flughafen, mittem im Abflugterminal, an der “b2b Lounge” des Handelsblatt‘.
Neben dem üblichen “Socializen” und den obligatorischen Präsentationen, gibt es eine Podiumsdiskussion mit dem provokativen Titel “Peak Web: Stecker raus – Welt aus?”. Außerdem gibt es Live-Musik und die beflügelnde Atmosphäre des Flughafens.
Eingeladen ist wie immer Jedermann. Jeder der sich für “das Internet” im Allgemeinen und Web2.0, innovative Internetprojekte, Interaktionsdesign, Internetmarketing, Web-Visionen, … im Konkreten interessiert. Egal ob Designer, BWLer, Projektleiter, Manager, Agenturchef, Visionär, Utopist, Web-User, Nerd, Freak, Neuling, … Gerade der bunte Misch hat dem Webmontag-Konzept in den letzten Jahren seine Relevanz, Dynamik und teilweise auch Sprengkraft verliehen.



